So gelingt der Fahrzeugexport

Export eines Kfzs

Steht ein Altwagen ohne TÜV da, stellt sich die Frage, was mit diesem passieren soll. Für einen Fahrzeugbesitzer gibt es verschiedene Möglichkeiten den eigenen Wagen loszuwerden. Dabei entscheiden sich viele vorschnell für eine Autoverwertung. Eine viel rentablere und zudem gewinnbringende Option ist der Fahrzeugexport. In vielen Ländern ist selbst Ihr Altwagen noch von großem Wert. Hier erfahren Sie, was es bei einem Autoexport zu beachten gibt.

Die richtige Vorbereitung

Ein Export ist keine einfache Angelegenheit und gut vorzubereiten. Damit der Export Ihres Fahrzeuges reibungslos abläuft, haben wir im Folgenden die wichtigsten Schritte für Sie zusammengefasst.  Dabei gliedert sich der Export schlussendlich in vier Abschnitte: die Beantragung der Ausfuhranmeldung, der Antrag auf ein Ausfuhrkennzeichen, die zollamtliche Anmeldung und die beim Grenzzollamt. Bei einem selbst durchgeführten Export fallen geringe Kosten für Sie an. Im ersten Schritt beschaffen Sie sich bei einem Spediteur oder Dokumentenservice die Ausfuhranmeldung. Diese kostet circa 25 Euro und berechtigt Sie später einen Export durchzuführen. Um diese zu erhalten, müssen Sie dem gewählten Spediteur oder Dokumentenservice eine Kopie der Exportrechnung und des Fahrzeugbriefes übergeben und die Art des Transports und das jeweilige Grenzzollamt mitteilen. Fragen Sie des Weiteren nach der Movement-Reference-Nummer, der sogenannten MRN. Um die Ausstellung der Ausfuhranmeldung zu beschleunigen, kann Ihnen diese per Mail zugeschickt werden. So sparen Sie sich einen weiteren Besuch beim Spediteur oder Dokumentenservice. Im nächsten Schritt beantragen Sie bei Ihrer KFZ-Zulassungsstelle das Ausfuhrkennzeichen. Für die Überfahrt ins Ausland wird dieses am Fahrzeug angebracht. Weshalb es besonders wichtig ist, das eigene Kennzeichen abzunehmen, verraten wir Ihnen später. Das Ausfuhrkennzeichen erhalten Sie für nur 5 Euro. Neben diesem müssen Sie bei der Zulassungsstelle ein sogenanntes grünes Buch beantragen, bei welchem es sich um den internationalen Zulassungsschein für Ihr Fahrzeug handelt. Nun steht Ihnen nur noch ein Gang zum Zollamt und Grenzzollamt bevor. Beim Zollamt melden Sie den Export an. Dabei legen Sie die MRN, den Personalausweis des Käufers und den Fahrzeugbrief vor. Jetzt kann Ihnen die Ausfuhranmeldung zum ersten Mal abgestempelt werden. Beim Grenzzollamt erhalten Sie den zweiten Stempel, woraufhin Ihr Fahrzeug Deutschland verlässt. Ihr Wagen wird nun erfolgreich ins Ausland überführt. 

Die Abmeldung vor dem Verkauf

Ein besonders wichtiger Punkt bei einem Fahrzeugexport ist die Abmeldung Ihres Wagens. Dafür legen Sie bei der KFZ-Zulassungsstelle die Autokennzeichen und den Fahrzeugschein vor. Die Abmeldung kostet Sie circa 7 Euro. Nur dann sind Sie nicht mehr der rechtmäßige Besitzer des Fahrzeuges und von sämtlichen Kosten befreit. Informieren Sie zudem Ihre Versicherung über den Export und den genauen Zeitpunkt des Verkaufs. So vermeiden Sie nach dem Verkauf die Verantwortung und Kosten für Ihr verkauftes Auto zu tragen. Ist Ihr Wagen beim Verkauf beziehungsweise Export nicht abgemeldet, bleiben Sie offiziell der rechtmäßige Fahrzeughalter. Daher ist es besonders wichtig, bei einem Export ein Überführungskennzeichen anzubringen. Dieses ist ab der Abmeldung, über die Überführung bis ins Ausland gültig.