Das Cabrio - so fahren Sie sicher

Saisonkfz Cabrio

Nach den kalten Wintermonaten ist endlich die Zeit für alle Cabriobesitzer gekommen, ihr Saisonfahrzeug aus der Garage zu holen. Ist das Verdeck geöffnet, kann die Fahrt losgehen. Das mag in erster Linie vielversprechend klingen, kann jedoch unter bestimmten Umständen gefährlich für die Insassen sein. Wir zeigen Ihnen, welche negativen Seiten der Ankauf eines Cabrios mit sich bringt und wie Sie sich absichern können. 

Negative Seiten

Eine Fahrt mit offenem Verdeck klingt in erster Linie vielversprechend, jedoch können einige Nebenwirkungen den Komfort und das positive Fahrgefühl negativ beeinträchtigen. Wir raten Ihnen, beim Ankauf auf zusätzliche Ausstattungen zu setzen, die unter anderem dem kalten Fahrtwind entgegenwirken. An sonnigen Tagen unterschätzen viele Cabriofahrer den entgegenkommenden Wind, der besonders beim schnellen Fahren unangenehm ist. Windschotts, die meist nur rudimentär angebracht sind, sollten unbedingt vorhanden sein und falls möglich auch Luftdüsen, die im Nackenbereich der Sitze warme Luft ausstoßen. Des Weiteren verfügen Cabrios in einer Coupé-Ausführung oft nur über wenig Platz. Da die flexiblen Verdecke im Bereich des Kofferraums unterkommen, ist dort meist nicht viel Stauraum für Gepäck. Außerdem bietet fast kein Cabriolet umklappbare Rücksitze. Auch wenn Cabrios bereits zu erschwinglichen Preisen zu erwerben sind, fallen die Kosten für den Verbrauch und die KFZ-Steuer meist größer aus. Das Verdeck, ob aus Stoff oder Stahl, muss regelmäßig gewartet werden, um die nötige Dichtigkeit zu gewährleisten. Sind genügend finanzielle Mittel vorhanden, steht dem Ankauf eines Cabrios mit nützlichen Zusatzausstattungen nichts im Wege. Mit einem Anteil von 4,5 Prozent an Cabrios aller angemeldeten Fahrzeuge, darf sich Köln nach München die Stadt mit der größten Cabriodichte Deutschlands nennen.

Notwendige Sicherheitsmaßnahmen

Aufgrund der nach oben offenen Karosserie müssen bei der Produktion von Cabrios zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um das Gefahrenpotential bei Schleudersituationen einzuschränken. Überschläge stellen bei einem Unfall mit einem Cabrio die größte Gefahr dar, da das versenkbare und flexible Verdeck die schwächste und instabilste Stelle am Wagen ist. Um die unzureichend sichere Dachkonstruktion zu kompensieren, wird die Bodengruppe von Cabrios deutlich verstärkt. Auch der Rahmen, die Streben und Säulen werden mit verschiedenen Stahlsorten stabilisiert. Da die Windschutzscheibe den einzigen Schutz für die Köpfe der Insassen darstellt, reichen die A-Säulen an der Windschutzscheibe meist bis zu den Türschwellern herunter. So soll genügend Lebensraum für die Insassen geschaffen werden. Die Position der Sitze ist zudem meist tiefer, damit die Köpfe und Oberkörper ausreichend von der Windschutzscheibe geschützt werden und nicht über diese herausragen. Das steigert das Schutzpotential bei einem Überschlag und Schleudersituationen. Nicht nur im vorderen Bereich des Wagens, auch seitlich an den Türen werden Airbags angebracht, um die Insassen von allen Seiten bestmöglich zu schützen. Des Weiteren wird bei vielen Cabrios nicht nur ein ABS, sondern auch ein sogenanntes ESC eingebaut. Dieses Elektronische Stabilitätsprogramm ist eine Erweiterung zum Antiblockiersystem und hindert als Fahrassistent die Räder vorm Ausbrechen. Auf diese Weise soll Schleudersituation, die zum Überschlagen führen können, entgegengewirkt werden. Bevor Sie ein Cabrio ankaufen, sollten Sie sich gründlich darüber informieren, ob alle nötigen Sicherheitsstandards getroffen wurden. Auch die Ergebnisse der ADAC Crashtests zeigen Ihnen, ob Ihr ausgewählter Wagen auch in Extremfällen sicher genug ist.